Kinder, Kinder…

Unsere Tochter wird gegen Ende Jahr fünf Jahre alt. Beherrschen tut sie unsere iPads schon beinahe besser als wir Eltern selbst. Und damit meine ich nicht das Starten einer (Kinder-) App, die sich auf dem iOS-Gerät (vorzugsweise das iPad) befindet. Auch was die Einstellungen anbelangt, all die Gesten, all die anderen bekannten Funktionen. Es ist schon interessant. Intensive Einführungsstunden gab es nicht. Ist auch nicht notwendig. Und Kinder in diesem Alter werden bald einmal gelangweilt, wenn Mama oder Papa etwas vorführen. Das Zauberwort heisst Beobachten. Also eigentlich nichts anderes, als was das Baby (er-) lernt, wenn es aufwächst.

Für uns Eltern war schon von vornherein klar; die heutige (digitale) Welt darf man vor dem eigenen Kind nicht verschliessen. Die Frage ist nur, in welchen Abständen man das Kind damit konfrontieren will. Also nicht gleich das iPad oder iPhone in die Hände drücken, wenn das Kind danach schreit. Denn populär ist so ein Gerät bei Kindern allemal. Nicht nur bei einem (bald) fünfjährigen Kind.

Aber glücklicherweise ist es bei uns so, dass es unsere Tochter nicht jeden Tag interessiert. Nicht jeden Tag will sie damit rumspielen; selbst wenn wir Eltern von Beginn weg das Kind dazu animieren, doch mal wieder das eine oder andere auf dem Gerät entdecken zu wollen.
Vielleicht hat es damit zu tun, wie der Rest des täglichen Ablaufs eines Kindes in diesem Alter abläuft. Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass unsere Prinzessin in einen Waldkindergarten geht. Also, was die digitale Welt anbelangt, völlig eine andere Richtung. Vielleicht aber auch das Beobachten unserer Tochter, dass diese Geräte bei den Eltern nicht wirklich im Zentrum des Lebens stehen. Wir wissen es nicht. Doch glauben wir, eine gute Mischung gefunden zu haben – zwischen Leben und dem (virtuellen) Leben. Wie lange das bei unserer Tochter noch andauern wird, wissen wir nicht. Aber das ist auch gut so. Was will man sich darüber schon gross Gedanken machen? Es kommt sowieso so, wie es kommen muss. 

nic

“Each life makes its own imitation of immortality.” (SK)

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. @Zuercher_Spatz

    Gutes Stichwort: Twitter.
    Da gibt’s doch tatsächlich diese durchgeknallten Typen (ich kann diese leider nicht anders nennen), die schon für ihre nichtgeborenen Kinder Accounts bei Twitter, Facebook oder anderswo eröffnen und fleissig drauflos schreiben. Und dann auch noch weiter und weiter. So nach dem Motto: “Mama hat heute…” und “Gestern war ich mein erste Mal…”. Unglaublich.
    Aber wie heisst es so schön? Jedem sein Ding. Oder so.

    Grüsse, nic

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